Katastrophenhilfe Gaza
 

Presseinformation

DRK-Präsident Seiters:
Das Leid in Gaza schnell beenden - Ärzte brauchen Zugang


Berlin, 13. Januar 2009
04/09

Der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes Dr. Rudolf Seiters ruft die Konfliktparteien im Gaza-Streifen dazu auf, den Rettungskräften endlich freien Zugang zu den Opfern des Krieges zu gewähren. Nach den Bestimmungen des Humanitären Völkerrechts haben alle Konfliktparteien die Pflicht, Verletzte zu bergen, sie zu versorgen und sie zu evakuieren – ohne Verzögerung und Diskriminierung.

Seiters stützt damit den Appell der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung, die die tragischen Folgen für die Zivilbevölkerung durch den Krieg im Nahen Osten beklagt. Viele Verwundete seien auf sich gestellt und hätten keine Möglichkeit erhalten, Krankenhäuser oder medizinisches Personal zu erreichen. Ausdrücklich wird der Mut und der Einsatz des Palästinensischen Roten Halbmonds gewürdigt. Obwohl Rotkreuzkräfte in Gaza angeschossen und verletzt seien, gehe die Arbeit weiter.

Unter Führung des Ägyptischen Roten Halbmondes bemühen sich die  Rotkreuz-Gesellschaften um einen verbesserten Zugang zum Gazastreifen und wenden sich dabei besonders an die israelische Regierung. Inzwischen konnten 568 Tonnen Hilfsgüter in die Kampfregionen gebracht werden. Doch das reicht nicht aus. Die Hilfslieferung des Deutschen Roten Kreuzes besteht aus 5000 Decken, 1000 Matratzen, 2000 Plastikplanen, 2000 Packungen Baby-Milch, 2000 Erste-Hilfe-Paketen, 3000 Bettbezügen, zwei Notstromaggregaten und einem Geländefahrzeug.

Das Deutsche Rote Kreuz bittet dringend um Spenden für die notleidenden Menschen in Gaza:

DRK-Spendenkonto:
Konto: 41 41 41
Bank für Sozialwirtschaft
BLZ 370 205 00
Stichwort: Nahost

Text: DRK-Pressestelle Berlin Bilder: DRK-Bildarchiv Berlin

DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters appelliert an die Konfliktparteien, das humanitäre Völkerrecht zu respektieren.
Erste Hilfe-Pakete können Leben retten, wenn keine Hilfskräfte ankommen können.
Ein palästinensisches Mädchen und ihr Bruder nach einem Bombenangriff. Milch und andere Lebensmittel werden knapp. Das Rote Kreuz versucht, die Menschen mit Lebensmittel zu versorgen.