Schweres Erdbeben in Italien
 

Update 10. April 2009

Am 9. April erreichte die fünfte mobile Küche des Italienischen Roten Kreuzes das Erdbebengebiet in der zentral-italienischen Provinz.

7.000 Mahlzeiten pro Tag werden allein von der Küche in L’ Aquila bereitgestellt, die 70 Mitarbeiter und freiwillige Helfer beschäftigt. Die drei weiteren Küchen in San Gregorio, Collemaggio und Centicolella verteilen seit Montag insgesamt ebenfalls 7.000 Mahlzeiten pro Tag. Die fünfte mobile Suppenküche, die vom Italienischen Roten Kreuz aus Verona entsandt wurde, ist seit heute Morgen in Betrieb.

Medizinische Versorgung  
Ärzte, Krankenschwestern und freiwilligem Helfer arbeiten in vier Gesundheitsstationen des Italienischen Roten Kreuzes. Zwei der Stationen befinden sich direkt in der vom Beben am stärksten getroffenen Stadt L’Aquila. Zwei weitere Stationen versorgen die Menschen in den benachbarten Dörfern Paganica und Piazza Acquasanta. Mehr als 30 Rettungswagen sind in dem Gebiet im Einsatz. Um unmittelbar erste Hilfe leisten zu können, wurden zusätzlich zwei entsprechend ausgerüstete Zelte vor Ort errichtet. Die von der Tragödie direkt betroffenen Familien werden von psychologischem Personal betreut.

Die Such- und Rettungsmaßnahmen dauern an
Die Such- und Rettungsmaßnahmen des Italienischen Roten Kreuzes wurden auch in der Nacht zum Donnerstag fortgesetzt. Sieben Suchhund-Einheiten waren dabei im Einsatz und unterstützten die Rettungskräfte bei der Suche nach Verschütteten.

Rotkreuz-Schwestergesellschaften bekunden Solidarität
Zahlreiche nationale Gesellschaften, darunter auch das Deutsche Rote Kreuz, haben derweil ihr Solidarität bekundet und stehen bereit um jegliche Art von zusätzlicher Hilfe und Unterstützung zu leisten, sollte diese angefordert werden. Nach Angaben des Italienischen Roten Kreuzes reichen die eigenen personellen und technischen Ressourcen bisher jedoch aus um die Notversorgung der Betroffenen zu gewährleisten.

Das Deutsche Rote Kreuz verfolgt die Entwicklung vor Ort und kann Suchhundeteams, mobile Gesundheitsstationen, Wasseraufbereitungsanlagen oder ein mobiles Krankenhaus in die Katastrophenregion bringen.

Dank ihrer Spende, ist das Rote Kreuz in der Lage, den Erdbebenopfern zu helfen.

Update 7. April 2009

Das Deutsche Rote Kreuz ruft zu Spenden für die Erdbebenopfer in Italien auf. Unter dem Spendenzweck „Erdbebenhilfe“ können Menschen in Deutschland die Hilfe des Roten Kreuzes in Italien unterstützen.

DRK-Spendenkonto:
Konto: 41 41 41
Bank für Sozialwirtschaft
BLZ: 370 205 00
Stichwort: Erdbebenhilfe

Oder hier online.

„Die Rettungskräfte des Italienischen Roten Kreuzes arbeiten rund um die Uhr. Ihr Einsatz verdient unsere Solidarität und Unterstützung. Wir bitten um Spenden für ihre Arbeit“, sagt Dr. Rudolf Seiters, Präsident des Deutschen Roten Kreuzes.

Das Rote Kreuz in Italien ist seit Montag früh im Einsatz. Rettungsfahrzeuge bringen Verwundete in Krankenhäuser in den Orten Tagliacozzo, Pescina und Avezzano. 10.000 Decken und ein Konvoi mit einer Feldküche, die für 10.000 Menschen pro Tag warme Mahlzeiten bereiten kann, wurden auch in die Region gebracht.

Mehrere psychosoziale Teams reisten am Montag sofort nach Abruzzen.

Auch in Deutschland stehen Helfer für den Bedarfsfall bereit. Das Deutsche Rote Kreuz verfolgt die Entwicklung vor Ort und kann Suchhundeteams, mobile Gesundheitsstationen, Wasseraufbereitungsanlagen oder ein mobiles Krankenhaus in die Katastrophenregion bringen.

 

6. April 2009

Das Erdbeben in der Provinzhauptstadt L´Aquila ereignete sich bereits um 3.30 Uhr morgens und überraschte viele Menschen im Schlaf. Unmittelbar nach der Katastrophe begannen Angehörige mit ihren bloßen Händen die Suche nach Überlebenden. Feuerwehr, Polizei und Rettungskräfte vom Roten Kreuz waren schnell zur Stelle, um weiter zu helfen.

Die Einsatzkräfte des Italienischen Roten Kreuzes suchen nach Überlebenden, leisten Erste Hilfe und bringen Verletzte ins Krankenhaus. Außerdem hat das Rote Kreuz einen ersten Konvoi mit Hilfsgütern in die Region gebracht. Er beinhaltet unter anderem eine Feldküche für 10.000 Menschen pro Tag sowie zwei kleine Küchen, um Krankenhäuser zu unterstützen. Auch Suchhunde und 10.000 Decken wurden sofort vom Italienischen Roten Kreuz nach L’aquila gebracht.

Das Deutsche Rote Kreuz hat in den Morgenstunden des 6. April ihrer italienischen Schwestergesellschaft Hilfe angeboten. Im Moment können die italienischen Rettungskräfte aber alleine die Rettungsarbeiten übernehmen, so dass vorerst weder Material noch Personal aus Deutschland nach Italien geschickt werden muss. Die Rettungskräfte versuchen nun erstmal einen Überblick über die Situation zu bekommen und den langfristigen Hilfebedarf zu ermitteln.

 

Text: Fredrik Barkenhammar Bilder: Reuters Alertnet Datum: 06. April 2009

Die Einsatzkräfte des Italienischen Roten Kreuzes suchen nach Überlebenden, leisten Erste Hilfe und bringen Verletzte ins Krankenhaus.