Die Rettungshundestaffeln
Rettungshundeteams im Deutschen Roten Kreuz werden dazu ausgebildet, vermisste Personen zu suchen, zu finden und anzuzeigen. Man unterscheidet dabei die Flächen-, die Trümmer- und die Lawinensuche. Da Lawinen in Sachsen-Anhalt äußerst selten sind und sich die Suche im tiefen Schnee mit den Hunden in unseren Breitengeraden auch nur sehr schwer üben lässt, bilden wir in Sachsen-Anhalt nur Flächen- und Trümmersuchhunde aus
Flächensuche
Bei der Flächensuche durchstöbern die Rettungshundeteams unwegsames und unübersichtliches Gelände nach vermissten Personen (ein Rettungshundeteam besteht aus einem Hundeführer und seinem Hund). Sie sind dabei um ein vielfaches schneller als eine reine Menschenkette, da sie Personen schon auf weite Entfernungen wittern können (je nach Wind bis ca. 300m). Bei der Flächensuche gibt es verschiedene Suchtaktiken, je nachdem, wo die vermisste Person am ehesten vermutet werden kann.
Man unterscheidet zwischen:
- Wegesuche (z.B. bei vermissten Personen, die nicht mehr gut zu Fuß sind. Hier suchen die Hunde das Gelände rechts und links der Wege ab)
- Parzellensuche (wenn das Gebiet anhand von Kartenmaterial oder Wegen in Parzellen eingeteilt werden kann)
- Kettensuche (wenn es sich um ein größeres Gebiet handelt, das sich nicht in Parzellen aufteilen lässt)
Trümmersuche
Bei der Trümmersuche suchen die Hunde in Trümmern nach verschütteten oder eingeschlossenen Personen. Trümmereinsätze gibt es z.B. nach Erdbeben, Gasexplosionen und Flugzeugunglücken
Die Hundeführer
Die Hundeführer im Deutschen Roten Kreuz werden umfangreich ausgebildet und müssen sowohl ihr theoretisches, als auch ihr praktischen Wissen zusammen mit ihrem Hunden jedes Jahr erneut in einer Prüfung unter Beweis stellen. Zur Ausbildung gehören u. a. erste Hilfe (jeder Hundeführer hat eine erste Hilfe-Ausbildung, einen Sanitätskurs A und einen Sanitätskurs B besucht), Funktechnik, Karten- und Kompasskunde, Einsatztaktik und Kynologie.
