20. Landesversammlung des Deutschen Roten Kreuzes
Auf seiner 20. Landesversammlung am 11. Dezember 2010 hat das Deutsche Rote Kreuz in Sachsen-Anhalt sein Engagement für die Freiwilligenarbeit weiter gestärkt. Dazu wurden die Ordnungen für die Rotkreuz-Gemeinschaften Bergwacht und Bereitschaften verabschiedet.
Die Ordnungen im Roten Kreuz sind das Regelwerk der Rotkreuz-Gemeinschaften, die in Sachsen-Anhalt über 4.000 Ehrenamtliche Mitglieder haben (Bergwacht, Wasserwacht, Bereitschaften, Jugendrotkreuz und Wohlfahrt- und Sozialarbeit). Mit der Bergwacht und den Bereitschaften verfügen nun alle Gemeinschaften über eine anerkannte und moderne Ordnung als Handlungsgrundlage.
In seiner Eröffnungsrede wies Landesrotkreuzpräsident Roland Halang auf die Herausforderungen des vergangenen Jahres hin, etwa durch das Erdbeben in Haiti und die Flutkatastrophe in Pakistan, die Entwicklungen im Rettungsdienst aber auch auf die Veränderungen durch den Wegfall des Zivildienstes. Er dankte Mitarbeitern, Gliederungen und Gemeinschaften umfassend für die geleistete Arbeit.
Nach Ablauf der Amtszeit von vier Jahren, stellte sich in diesem Jahr das Präsidium zur Neuwahl. Der bisherige Vizepräsident Michael Spitzmüller und die Landesjustiziarin Ilse Sopp traten nicht wieder zur Wahl an. Die Position des Vizepräsidenten hat nun Dr. Manfred Höhne aus Naumburg inne. Landesjustiziar ist Dr. Stefan Sasse aus Magdeburg. Zur Wiederwahl stellten sich Landesverbandspräsident Roland Halang aus Bernburg, Vizepräsidentin Bärbel Scheiner aus Halle, Schatzmeister Matthias Nüse aus Magdeburg und Landesarzt Prof. Wallid Abdullah aus Bernburg. Sie alle wurden mit großer Mehrheit wiedergewählt.
Auszeichnungen verdienstvoller Ehrenamtlicher
Auf der 20. Landesversammlung in Oschersleben wurden auch besonders verdienstvolle Ehrenamtliche ausgezeichnet.
Präsident Roland Halang sowie die Vertreter des Lankreises Wittenberg, Klaus Hajek und Ute Görtler verliehen die „Hochwasserspange 2010“ des DRK Landesverbandes. Insgesamt knapp 100 Helfer aus vier Kreisverbänden des Roten Kreuzes waren beim Herbsthochwasser an der Schwarzen Elster im tagelangen, unermüdlichen Einsatz, für den diese jetzt ausgezeichnet wurden. Sie halfen bei der der Evakuierung der Bevölkerung, bei der Sicherung der Deichanlagen und bei der Versorgung der Helfer und der Bevölkerung mit Essen und Trinken. Ganze sieben Tage musste die Versorgung pausenlos und im Schichtdienst gesichert werden.
Präsident Halang überreichte zudem zwei besonders aktiven DRK-Mitgliedern für ihre Arbeit im Roten Kreuz die höchste Auszeichnung des Roten Kreuzes in Sachsen-Anhalt, die „Ehrenmedaille des Präsidenten des DRK Landesverbandes Sachsen-Anhalt e.V.“. Damit würdigte er deren jahrelanges ehrenamtliches Engagement für die Sache des Roten Kreuzes.
„Wir können als Rotes Kreuz unsere Aufgaben nur erfüllen, wenn wir von engagierten Mitarbeitern und Ehrenamtlichen dabei unterstützt werden. Die heute ausgezeichneten sind ein Vorbild für alle Rotkreuz-Mitglieder. Ihnen meinen herzlichen Dank!“ so Roland Halang.
Ausgezeichnet mit der Ehrenmedaille wurde Margot Mahlfeld (62) aus dem DRK-Kreisverband Wanzleben. Sie ist seit 1962 Mitglied des Deutschen Roten Kreuzes. Bis zu ihrer Pensionierung war sie als Altenpflegerin tätig. Seit 1988 ist Frau Mahlfeld Vorsitzende des Ortsvereins Seehausen. Sie leitet derzeit vier Gruppen im Schulsanitätsdienst. Einige dieser Gruppen nahmen bereits erfolgreich an den Landeswettbewerben des Jugendrotkreuzes teil.
Ebenfalls mit der Ehrenmedaille ausgezeichnet wurde Danny Seume aus dem DRK-Kreisverbandes Köthen. Danny Seume (29) ist seit 2001 im DRK-Kreisverband Köthen aktiv. Er ist als Notfallseelsorger tätig und wurde 2007 zum Zugführer des Sanitätszuges Köthen berufen. Danny Seume ist Krankenpfleger.
Hintergrund:
Der Landesversammlung gehören rund 70 Delegierte aus 21 Kreis- und Regionalverbänden des DRK an.
Der DRK-Landesverband Sachsen-Anhalt repräsentiert derzeit 80.000 Mitglieder in 21 Kreis- und Regionalverbänden. 4.500 Mitglieder sind aktiv in den Rotkreuz-Gemeinschaften des Katastrophenschutzes, der Berg- und Wasserwacht, des Jugendrotkreuzes sowie in der Wohlfahrts- und Sozialarbeit ehrenamtlich tätig, darunter viele Kinder und junge Menschen zwischen 6 und 27 Jahren.





