Ab 10. Mai nutzen Sie bitte für weitere Informationen die Webseite des DRK-Bundesverbandes hier oder die der Internationalen Föderation des Roten Kreuzes (auf Englisch) hier.
DRK-Trinkwasseranlage für Myanmar angefordert: Wasser für bis zu 15.000 Menschen
Die mobilen Trinkwasseranlagen, die das Deutsche Rote Kreuz heute im DRK-Logistikzentrum auf dem Flughafen Berlin-Schönefeld vorgeführt hat, sollen nächsten Donnerstag in das Katastrophengebiet von Myanmar (früher Birma) geflogen werden. Sie sind über die Internationale Föderation der Rotkreuzgesellschaften vom dortigen Roten Kreuz angefordert worden.
Mit den Modulen der Anlage kann verschmutztes Wasser gereinigt und als Trinkwasser aufbereitet werden. Für Myanmar geht es um sechs Anlagen, mit denen man täglich bis zu 15.000 Menschen versorgen kann. Das Projekt wird vom Auswärtigen Amt unterstützt.
Sauberes Wasser ist nach Katastrophen das wichtigste Gut, weil die Überlebenden sonst gezwungen sind, verschmutzte Brunnen oder Pfützen zu nutzen und erkranken. Damit die Trinkwasseranlagen fachgerecht aufgebaut und betrieben werden können, sind deutsche Fachleute auf dem Weg. Gerhard Tauscher und Konrad Kerper sind katastrophenerfahrene Rotkreuz-Fachleute für die Aufbereitung von Trinkwasser. Sie unterstützen und ergänzen damit die Maßnahmen der einheimischen Kräfte in dem südostasiatischen Land.
Im DRK-Logistikzentrum stehen auf 4.000 Quadratmeter Hilfsgüter und Ausrüstung bereit, um humanitäre Hilfe in der ganzen Welt zu leisten. In Kisten und auf Paletten liegt hier Hoffnung für Zehntausende: Mobile Trinkwasseranlagen, die je nach Modell frisches Wasser für jeweils 15.000 bis zu 40.000 Menschen produzieren können sowie eine mobile Basis-Gesundheitsstation für die Versorgung von bis zu 30.000 Menschen.
Grafiken zu den Anlagen finden Sie auf www.drk.de/bildergalerie/eru/index.htm
Quelle: DRK Generalsekretariat
Erster Hilfsflug für Myanmar: Material für Notunterkünfte aus Kuala Lumpur in Malaysia
Das Rote Kreuz sendet heute Material für Notunterkünfte nach Myanmar (früher: Birma). Es handelt sich um Plastikplanen, Seile, Hämmer, Nägel und weiteres Baumaterial.
Die Maschine startet heute Vormittag deutscher Zeit vom Flughafen in Kuala Lumpur in Malaysia. Ein zweiter Hilfsflug vom gleichen Ort ist für Freitag, der 9. Mai, geplant.
"Es ist eine große Erleichterung, dass wir endlich Hilfe für die leidende Bevölkerung einfliegen können" sagt Bernd Schell vom Deutschen Roten Kreuz in Bangkok, der die Hilfslieferungen nach Myanmar koordiniert. Die Hilfsgüter werden vom Roten Kreuz in Myanmar angenommen und an die Bevölkerung verteilt.
200 hauptamtliche und über 10.000 freiwillige Rotkreuzhelfer verteilen seit Samstag Zelte, Wasser, Kleidung und Nahrungsmittel aus lokalen Katastrophenlagern an die Bevölkerung. Sechs ausländische Rotkreuz-Mitarbeiter unterstützen das lokale Rote Kreuz bei der Koordination der Hilfe.
"Für uns fängt die Arbeit jetzt erst an", sagt Bernd Schell. "Wir rechnen mit bis zu einer Million Obdachlosen die über Monate, wenn nicht Jahre, auf Hilfe angewiesen sein werden."
Um den Menschen in Myanmar weiter helfen zu können, ist das Rote Kreuz dringend auf Spenden angewiesen.
Deutsches Rotes Kreuz
Bank für Sozialwirtschaft
BLZ 370 205 00
Konto: 41 41 41 Stichwort: Zyklon
Quelle: DRK Generalsekretariat
Statusbericht
Allgemeine Situation:
Die Infrastruktur wie Straßen, Stromverbindungen und Tele-kommunikation sind weiterhin massiv beschädigt. Seit heute arbeiten Telefonverbindungen und E-Mail zumindest rudimentär. Der Flughafen ist wieder geöffnet und es laufen erste spärliche Hilfslieferungen, insbesondere aus benachbarten asiatischen Ländern, ein. Der Hafen von Rangun wird jedoch vorerst für zwei Wochen geschlossen bleiben.
In dem Katastrophengebiet leben nach Schätzungen rund 24 Millionen Menschen, praktisch die Hälfte der Bevölkerung Myanmars. Hunderttausende sind obdachlos geworden. Die Reisernte, die in den nächsten Wochen eingefahren werden sollte, dürfte zerstört sein. Die Preise für Grundbedarfsgüter steigen exponentiell und es wird von „Hamsterkäufen“ berichtet. Die Verfügbarkeit von Treibstoff stellt ein weiteres großes Problem dar.
Maßnahmen der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung
Die Föderation hatte dem Myanmarischen Roten Kreuz (MRCS) bereits 200.000 CHF zur Verteilung von Hilfsgütern zur Verfügung gestellt. Heute hat die Föderation einen Emergency Appeal (weiter unten) in Höhe von ca. 3,9 Mio € veröffentlicht, um 30.000 Familien in den nächsten 6 Monaten zu unterstützen.
Die Landeerlaubnis für einen 1. Hilfsflug der Föderation von Kuala Lumpur nach Yangon mit 3.000 flexiblen Notunterkünften (shelter kits) liegt seit heute Mittag vor und wird morgen durchgeführt. Ein 2. Hilfsflug ist für Freitag geplant und soll 1.000 Zeltplanen sowie 3.600 Trinkkanister transportieren.
Heute Vormittag wurde seitens der Föderation ein Field Assessment and Coordination Team (FACT)-Alarm ausgelöst. Für diese Erkundungsmissionen hat das Generalsekretariat DRK-Delegierte angemeldet. Ebenso wurde heute Mittag Emergency Response Unit (ERU)-Logistic Alarm ausgelöst, der den großen logistischen Problemen vor Ort Rechnung trägt.
Die in Bangkok tätigen DRK-Mitarbeiter, Hr. Bernd Schell und Hr. Oleg Blinnikov, haben Visa für Myanmar beantragt um die Föderation und Myanmar Rotes Kreuz zu unterstützen. Die Visa-Erteilung gestaltet sich für alle internationalen Helfer (UN, Rotkreuz, andere) nach wie vor schwierig. Dringlichkeitssitzungen finden in diesem Zusammenhang auf verschiedenen Ebenen mit den zuständigen Behörden statt.
Hilfen des DRK:
Das Auswärtige Amt hat signalisiert, dem DRK im Rahmen der Humanitären Hilfe bis zu 500.000 € zur Finanzierung einer vom DRK bereitgestellten ERU Wasser oder Gesundheit sowie für die weitere Notversorgung der Betroffen zur Verfügung zu stellen.
Das DRK hat sich bereit erklärt, bis zu 4 Delegierte für die FACT-Missionen zur Verfügung zu stellen und zu finanzieren. Als eine spezielle Dienstleistung bietet das DRK ebenfalls an, speziell geschulte Thanatologen (Thanatologie=Wissenschaft vom Tod, vom Sterben und der Bestattung) in das Katastrophengebiet zu entsenden, um der traumatisierten Bevölkerung bei der Bergung und Identifikation ihrer Toten zu unterstützen.
Es ist weiterhin davon auszugehen, dass sich der dringendste Bedarf darüber hinaus auf die Versorgung mit Trinkwasser, Nahrungsmitteln und Notunterkünften konzentrieren wird. Das DRK hat deswegen einen Spendenaufruf an die deutsche Öffentlichkeit gestellt, um auch mittel- und langfristig adäquate Hilfe in der Region leisten zu können. Ein offizielles Hilfeersuchen der Regierung Myanmars an die Internationale Gemeinschaft liegt jedoch immer noch nicht vor.
Die humanitäre Nothilfe vor Ort wird zurzeit überwiegend von 200 festangestellten lokalen Mitarbeitern und über 10.000 Freiwilligen sichergestellt. Das Rote Kreuz ist somit eine der wenigen Organisationen, die bereits im Krisengebiet humanitär arbeiten.
Suchdienst/ Restoring Family Links:
Den DRK-Suchdienst München erreichten in den vergangenen Tagen vereinzelt Vermisstenmeldungen nach deutschen Staatsangehörigen in Myanmar, zu denen seit dem Zyklon kein Kontakt mehr bestand. Einige dieser Anfragen haben sich nach positiver Rückmeldung der Angehörigen zwischenzeitlich erledigt.
Derzeit können Suchanfragen nach deutschen Staatsangehörigen aufgrund der schwierigen Situation vor Ort im Wesentlichen über das Auswärtige Amt (AA) bearbeitet werden. Die Suchdienst-Leitstelle in Berlin steht hierzu in einem engen Kontakt mit der Konsularabteilung des AA.
Der DRK-Suchdienst München steht für eine umfassende Beratung von suchenden Angehörigen zur Verfügung: Kontakt: Telefon 089 / 680773-113 oder -112 sowie per E-Mail: tracing@drk-suchdienst.org
Zur Bearbeitung auch der mittel- und langfristigen humanitären Herausforderungen ist das DRK dringend auf Spenden angewiesen. Das derzeitige Problem zurzeit ist nicht der Mangel an zur Verfügung stehenden Hilfsmitteln, sondern der Zugang in das Krisengebiet. Aus diesem Grund weist das DRK darauf hin, dass zum jetzigen Zeitpunkt Sachspenden nicht sinnvoll verarbeitet werden können.
Quelle: DRK Generalsekretariat
Myanmar: Tausende von Freiwilligen des Roten Kreuzes in Aktion. Internationale Föderation startet Notfall-Appell
Währen das ganze Ausmaß der Verwüstung, das der Zyklon Nargis brachte, immer klarer wird, arbeiten Tausende von Freiwillige des Myanmarischen Roten Kreuzes rund um die Uhr um die von dem Zyklon Betroffenen zu erreichen und zu unterstützen.
Die Internationale Föderation der Rotkreuz-und Rothalbmond-Gesellschaften hat einen ersten Notfall-Appell für 6,29 Millionen Schweizer Franken (USD 5,9 Mio. / € 3,86 Mio.) gestartet. Das Geld wird die bereits im Gange befindlichen Anstrengungen unterstützen, mit denen betroffene Gemeinden mit Notunterkünften, Notfall-Kits, Wasser, Moskitonetzen und anderen Gegenständen versorgt werden.
"Das ist wirklich nur eine vorläufige Sofortmaßnahme und wir erwarten, dass diese Summe und die gesamte Hilfe überprüft werden, sobald wir weitere Informationen bekommen", erklärt Christine South, Koordinatorin der Internationalen Föderation für den Asien Pacific Raum. Die letzten offiziellen Zahlen deuten darauf hin, dass mehr als 22.000 Menschen ihr Leben im Sturm am Freitag, 2. Mai verloren haben. Diese Zahl würde Nargis zum weltweit tödlichsten Sturm seit 1991 machen.
"Das Ausmaß dieser Katastrophe kann wirklich nicht unterschätzt werden", sagte Frau South. "Hunderttausende von Menschen haben ihre Häuser und ihr Land sowie ihren Lebensunterhalt verloren."
In den vergangenen Tagen haben Rote Kreuz Freiwillige die grundlegende Verteilung von Hilfsgütern wie Planen, Moskitonetzen, Trinkwasser und Wasserreinigungstabletten vorgenommen. Teams von Freiwilligen erkundeten auch in einigen der am schlimmsten betroffenen Gebiete entlang der Irrawaddy-Delta Schäden und bewerteten die Bedürfnisse der Gemeinden, einschließlich der gesundheitlichen Bedürfnisse.
"Es könnten mehr als 1 Million Menschen durch den Sturm vertrieben werden", ergänzte John Sparrow, der Sprecher der Internationalen Föderation für den Bereich in Kuala Lumpur.
Berichte der Delegation der Internationalen Föderation in Myanmar spechen von umfangreichen Zerstörungen in der betroffenen Region. In einigen betroffenen Dörfern entlang des Flussdeltas des Irrawaddy sind 95 Prozent der Häuser zerstört. Während in Rangun der Zugang zu fließendem Wasser und Strom stark eingeschränkt wurde.
Die Gelder werden darüber hinaus die Bereitstellung von Ressourcen und Personal in Myanmar unterstützen. Die Internationale Föderation hat bereits ihren Koordinator für das regionale Katastrophenmanagement ins Land geschickt. und plant morgen eine erste Sendung von Notunterkunfts-Kits mit dem Flugzeug von Kuala Lumpur.
Quelle: IFRK (aus dem Englischen übersetzt)
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Myanmar: Hilfoperation ist auf dem Weg. Das volle Ausmaß der Verwüstung wird deutlich.
Aktuelle Berichte aus Myanmar deuten darauf hin, dass die Zerstörung durch den Zyklon Nargis erheblich größer ist als ursprünglich erwartet. Laut staatlichen Medien, ist die Regierung des südostasiatischen Landes der Auffassung, dass nicht weniger als 15.000 Menschen ums Leben gekommen sind und zusätzliche 30.000 vermisst sind. Dies macht Nargis zum tödlichsten Sturm, der Asien seit 1991 getroffen hat.
Die Internationale Föderation der Rotkreuz-und Rothalbmond-Gesellschaften schätzt, dass 95 Prozent der Wohnungen in der tief liegenden Delta-Region des Irrawaddy-Fluss, wo nicht weniger als 1 Mio. Menschen direkt von der Katastrophe betroffen sind, zerstört wurden. Der Ausnahmezustand ist in fünf Regionen: der Stadt Yangon, der Provinzen Ayeyarwady und Pegu und den Landteilen Karen und Mon, erklärt worden.
"Für die Überlebenden, am wichtigsten sind jetzt Notunterkünfte und der Zugang zu sauberem Wasser", sagt Christine Süd-, Operations-Koordinatorin für den asiatisch-pazifischen Raum. "Im Gefolge von Katastrophen wie der vorliegenden, sind betroffene Menschen dem möglichen Ausbruch von durch Wasser übertragbaren Krankheiten ausgesetzt. Es ist daher von entscheidender Bedeutung, dass sie in der Lage sind, zu sauberem Wasser bekommen. "
Die Internationale Föderation unterstützt das Myanmarische Rote Kreuz in seinen Bemühungen um die Bedürfnisse der betroffenen Menschen. Das Myanmarische Rote Kreuz ist bereits dabei, mobile Hilfsgüter, wie sauberes Trinkwasser, Plastikplanen, Kleidung, Insektizidbehandelten Moskitonetzen zur Vermeidung von Malaria, Küchen und Gegenstände zu verteilen. Außerdem hat die Internationale Föderation einen ersten Satz von Shelter Kits (Kleidung, Decken, Moskitonetzen, Handtüchern, Seife und Kochutensilien )aus Kuala Lumpur eingeflogen und erste 200000 Schweizer Franken (189000 USD / € 122000) zur Unterstützung der Rote Kreuz Soforthilfe freigegeben.
John Sparrow, der Sprecher der Internationalen Föderation für die Operation in Kuala Lumpur, sagt: "Der Südosten von Myanmar ist die Reiskammer der Region. Etwa 24 Millionen Menschen leben dort, das ist fast die Hälfte der Bevölkerung des Landes.“
"Der Sturm und eine große Flutwelle, die den Irrawaddy-Fluss entlangraste, haben viele Straßen überflutet. Der Zugang zu dem betroffenen Bereich ist sehr schwierig. Die Infrastruktur der Region wurde stark betroffen ", fuhr er fort.
Die Internationale Föderation wird in den kommenden Stunden.einen vorläufigen Notfall-Aufruf starten.
Von Timo Luege, Internationale Föderation (aus dem Englischen übersetzt)
Spendenaufruf Myanmar: Decken, Zelte und Trinkwasser für die Überlebenden
Freiwillige Rotkreuzhelfer verteilen in Myanmar Trinkwasser, Kleidung, Lebensmittel und Plastikplanen an Menschen, die vom verheerenden Wirbelsturm am Wochenende betroffen sind.
Fünf Erkundungsteams vom Roten Kreuz haben auch die Hauptstadt Rangoon verlassen, um den Hilfsbedarf in den schwer zugänglichen ländlichen Regionen zu erkunden.„Wir arbeiten zur Zeit rund um die Uhr, um den Menschen in Myanmar zu helfen“, sagt Bernd Schell vom Deutschen Roten Kreuz in Bangkok, wo die internationale Hilfe koordiniert wird.
Das Rote Kreuz gehört zu den wenigen Organisationen, die bereits jetzt im Land tätig sein können.Das Rote Kreuz in Myanmar hat ein Netzwerk von über 10.000 freiwilligen Helfern. Aus Lagerhäusern im Land konnten über 4.000 Familien-Pakete mit Kleidung, Decken, Moskitonetzen, Handtüchern, Seife und Kochutensilien verteilt werden.
Weitere Hilfsgüter, vor allem Zelte und Plastikplanen für Notunterkünfte, können aus dem Rotkreuz-Lager in Kuala Lumpur ins Land gebracht werden, wenn sie angefordert werden. Um die ersten Hilfsmaßnahmen zu finanzieren, hat das Rote Kreuz 122.000 Euro zur Verfügung gestellt.
Der Bedarf wird sich in den kommenden Tagen höchstwahrscheinlich erhöhen, sobald das ganze Ausmaß der Katastrophe sichtbar wird.
Um den Menschen in Myanmar weiter helfen zu können, ist das Rote Kreuz dringend auf Spenden angewiesen.
Deutsches Rotes Kreuz
Bank für Sozialwirtschaft
BLZ 370 205 00
Konto: 41 41 41Stichwort: Zyklon
Quelle: DRK Generalsekretariat
Mit Windgeschwindigkeiten von über 200 Kilometern in der Stunde ist der Zyklon "Nargis" am 2. Mai über Myanmar (früher: Birma) hinweg gerast.
Die Überlebenden brauchen nun dringend Unterstützung. Ihre Häuser wurden zerstört, es fehlt an sauberem Wasser, Straßen und Kommunikationssysteme sind in dem ohnehin abgeschotteten Land weitgehend zusammengebrochen.
In den niedrig gelegenen Fluss-Delta-Regionen von Irrawaddy wütete der Sturm ungebremst.
Das Rote Kreuz Myanmar verteilt Hilfsgüter aus einem Lagerhaus in Rangoon, bevor ausländische Hilfe unterstützend dazu kommen kann. Das Lagerhaus ist
zwar beschädigt, aber die Güter sind noch vorhanden, außerdem gibt es weitere Lagerhäuser in der Region. Sie enthalten so genannte "family kits" mit Kleidung, Decken, Moskito-Netzen, Seife, Kochtöpfe und Besteck.
Knapp 18.000 Ersthelfer und über 1.200 Mitglieder eines Katastrophenteams kann das Rote Kreuz Myanmar in den Einsatz schicken. Doch das wird nicht ausreichen.
Die Förderation vom Roten Kreuz und Roten Halbmond haben 122.000 Euro als Soforthilfe zur Verfügung gestellt. Auch Europa steht bereit. Benötigt werden einfachste Unterkünfte in Form von Plastik-Planen, mehr Moskito-Netze und Koch- sowie medizinische Ausrüstung. Längerfristig muss auch die Landwirtschaft wieder aufgebaut werden, da der Zyklon die Ernte vernichtet hat.
Sobald die Regierung des Landes offiziell ausländische Hilfskräfte anfordert, können Teams des Roten Kreuzes auch aus dem Ausland einreisen und den Bedarf an Hilfsgütern feststellen. Auch in Deutschland steht alles bereit, um die Bedürftigen zu versorgen. Doch so lange nicht klar ist, ob die Hilfsgüter wirklich da landen können, wo sie am dringendsten gebraucht werden, wird die Geduld der Helfer auf die Probe gestellt. Doch nur so kann gewährleistet werden, dass Spendengelder nicht unnütz ausgegeben werden und Hilfsgüter außerhalb des Landes stranden.
Quelle: DRK Generalsekretariat

