Landesweiter „Tag der Begegnung“ und integratives Volksfest in Halle zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung
Am 10. Mai lädt das Deutsche Rote Kreuz in Sachsen-Anhalt zu einem integrativen Volksfest für behinderte und nichtbehinderte Menschen, für Familien und alle am Thema interessierte Bürger nach Halle an die Peißnitzbühne ein.
Anlass ist der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai.
Auf und vor der Bühne wird ein buntes Programm geboten. Das besondere dabei: viele der Akteure sind behinderte Menschen.
Die Besucher erwartet unter dem Titel „Varieté International“ ein attraktives Bühnenprogramm. Für die Kinder gibt es Kinderbaustelle, Krabbeltunnel, Riesenrutsche, Basteln, Kinderschminken. Auf einem Rollstuhlparcours können Besucher selbst ausprobieren, wie „leicht“ es ist als Rollstuhlfahrer in Halle unterwegs zu sein. Das Body + Grips Mobil des Jugendrotkreuzes vermittelt spielerisch Wissen über den eigenen Körper und natürlich gibt es jede Menge Infostände und viel Essen und Trinken.
Das Fest beginnt 11.00 Uhr und endet gegen 16.00 Uhr.
Der Tag und das Fest wird getragen von den in Sachsen-Anhalt tätigen Initiativen und Einrichtungen aus dem Bereich der Behindertenarbeit des Roten Kreuzes, der Lebenshilfe, den Halleschen Behindertenwerkstätten, der evangelischen Stadtmission, der Paul-Riebeck-Stiftung der Stadt Halle und weiteren Partnern.
Gefördert wird der Tag von der Aktion Mensch, Schirmfrau ist die Ministerin für Gesundheit und Soziales, Dr. Gerlinde Kuppe.
Inhaltlich steht an diesem „Tag der Begegnung“ die Integration von Menschen mit Behinderung im Vordergrund. Bereits im neunten Jahr und zum dritten Mal in Halle bietet er Menschen mit Behinderungen einen Rahmen, um auf ihre Belange in Bezug auf die Teilhabe am Leben der Gesellschaft hinzuweisen.
Denn trotz der sichtbaren Veränderungen, die sich in den letzten Jahren vollzogen haben, sehen sich Menschen mit Behinderungen immer noch vielfältigen Hindernissen ausgesetzt. Vor allem deshalb soll der „Tag der Begegnung“ dazu beitragen, dass Menschen mit und ohne Behinderungen miteinander in Kontakt treten.
Hintergrund
Nach langer Debatte ist die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen am 19. Dezember 2008 ratifiziert worden. Ein Meilenstein, auf den viele Menschen mit Behinderungen und ihre Verbände gewartet haben und auf dem viele Hoffnungen liegen. Damit die Konvention eine schnelle und gerechte Umsetzung findet, gilt es, sich einzumischen, mitzureden und die Konvention bekannt zu machen, denn nur so wird die Lebenswirklichkeit von Menschen mit Behinderungen nicht hinter den Zielen und Vorgaben der Konvention zurückbleiben.
Deshalb steht auch dieses Jahr die UN-Konvention unter dem Motto "Teilhabe jetzt – Eine Gesellschaft für alle" wieder im Mittelpunkt des Aktionstages. Die Forderung nach einer schnellen Umsetzung der UN-Konvention unter Einbeziehung von Menschen mit Behinderungen und ihren Verbänden und Organisationen soll dabei laut werden. Die Hauptthemen sind: Arbeit, Bildung, Barrierefreiheit und Wohnen.
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